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Kohlsuppen diät, Ketose (Stoffwechsel)

Als Ketose bezeichnet man in der Medizin und Veterinärmedizin einen Stoffwechselzustand, bei dem ein Anstieg der Konzentration von Ketonkörpern (4-Hydroxybutansäure, Aceton, Acetoacetat) in Blut und Extrazellularraum über die Normwerte festzustellen ist. Es kommt hierbei auch zur vermehrten Ausscheidung von Ketonen im Urin und in der Ausatemluft. Der Mundgeruch oder Körpergeruch kann in diesem Fall einen charakteristischen fruchtigen Ketongeruch aufweisen.


Ursache einer Ketose ist entweder ein länger andauernder Hungerzustand, etwa beim Fasten, oder eine länger anhaltende unzureichende Zufuhr von Kohlenhydraten. Hierbei kommt es unter Glucagoneinfluss zur Deckung des benötigten Energiebedarfs zu erhöhtem Abbau von Fettsäuren zu Ketokörpern in der Leber als Alternative zur Bereitstellung von Traubenzucker aus dem Abbau von Kohlenhydraten. Die Ketone werden von allen Geweben, aber insbesondere von der Muskulatur und dem Gehirn als Energielieferant verwendet. Da Ketonköper den pH-Wert senken, kann es bei extremer Ketose zu einer behandlungsbedürftigen Ketoazidose kommen. Die Ketose an sich ist dagegen kein unbedingt behandlungsbedürftiger Zustand. In der Vergangenheit des Menschen gehörten längere Hungerphasen durchaus zum Alltag, und bei einigen kohlenhydratarmen Diäten (z.B. Atkins-Diät, ketogene Diät) wird eine Ketose z.B. zur Gewichtsreduzierung sogar angestrebt. Ketonkörper können die Blut-Hirn-Schranke passieren und dort als alternative Energiequelle zu der Glukose verstoffwechselt werden. Dies gelingt am besten nach einigen Tagen Gewöhnung, weswegen man in den ersten Tagen des Fastens weniger leistungsfähig ist. Der Übergang des Stoffwechsels in die Ketose kann von Kopfschmerzen, Müdigkeit oder allgemeiner Schwäche begleitet sein, die jedoch nach wenigen Tagen wieder vollständig ausklingen.
Bei schwereren Ketonämien kann es zu zentralnervösen Störungen durch Aceton kommen.

Bei Personen mit einem Insulinmangel (Diabetes mellitus Typ I) kann es zu einer schweren Ketose bis hin zur Ketoazidose kommen.

Veterinärmedizin

In der Milchviehhaltung wird die Ketose auch als Acetonämie bezeichnet. Sie tritt bei Hochleistungskühen vor allem in den ersten drei Wochen nach der Abkalbung auf. Sie kann sowohl als Primärkrankheit als auch als Sekundärkrankheit als Folge einer anderen Krankheit z. B. der Gebärparese auftreten.

Nicht nur Futtermangel, sondern auch bestimmtes Futter (Buttersäurehaltige Silagen) kann Ketosen fördern.

Diät, Köstritzer Schwarzbierbrauerei

Die Köstritzer Schwarzbierbrauerei GmbH ist eine Brauerei in Bad Köstritz bei Gera.

Köstritzer ist Marktführer im Bereich der dunklen untergärigen Biere und eine der modernsten Brauereien Thüringens. Neben dem Köstritzer Schwarzbier gehören außerdem „Köstritzer Edel Pils“, „Köstritzer Diät Pils“ sowie das Biermischgetränk „Köstritzer bibop“ zur Produktpalette des Hauses. Die Köstritzer Schwarzbierbrauerei zählt seit April 1991 als hundertprozentige Tochter zur Bitburger Getränkegruppe. Ihre Produkte werden in 29 Länder exportiert.

Geschichte

Im Jahr 1543 fand die Brauerei im so genannten Erbzinsregister als „Köstritzer Erbschenke“ erstmals urkundliche Erwähnung. In der Deutschen Demokratischen Republik hatte Köstritzer ihren Platz als eine der wenigen Exportbierunternehmen. Ein vollständiger Neubau der Brauerei erfolgte inden Jahren 1979 bis 1990. Nach der Deutschen Einheit schließlich etablierte die Brauerei ihre wichtigste Marke Köstritzer Schwarzbier mit erheblichem Werbeaufwand und dem Slogan Das Schwarze mit der blonden Seele erfolgreich im gesamtdeutschen Markt. Ihren Gesamtausstoß konnte die Brauerei in den Jahren 1991 (145.000 hl) bis 2005 (879.000 hl) mehr als verfünffachen.

Diät, Dean Ornish

Dean Ornish (* 16. Juli 1953 in Dallas; Texas, Vereinigte Staaten) ist ein US-amerikanischer Mediziner.

Leben

Ornish legte die Reifeprüfung als Klassenbester an der Universität von Texas in Austin (Texas) ab. Danach ging er nach Houston und studierte am Baylor College of Medicine wo er auch promovierte. Weitere Studien schlossen sich an der Harvard Medical School in Boston an. Am Massachusetts General Hospital war er als Assistenzarzt tätig und fand dort seine erste feste Anstellung. Ornish begann bereits in den späten 1970er Jahren als Student auf dem Gebiet der Herzerkrankungen zu forschen. Im Juli 1984 begann er in San Francisco die Lifestyle Herzstudie. Es handelte sich um eine kontrollierte Studie über den Erfolg einer fettarmen Diät verbunden mit einem Stress-Management in einer kleinen Gruppe von Herzpatienten.

Therapie

Ornish hat eine spezielle Therapie zur Behandlung von Herzerkrankungen entwickelt, die Operationen überflüssig machen soll. Teil davon ist die so genannte Ornish-Diät. Sie ist strikt vegetarisch und begrenzt den Fettanteil in der Nahrung auf 10 % der aufgenommenen Kalorienmenge und die Cholesterol-Aufnahme auf nur fünf Milligramm täglich. Der von der amerikanischen Kardiologenvereinigung (AHA) empfohlene Fettanteil betrug bis zu 30 % der Kalorienaufnahme und 300 mg Cholesterol täglich. Der Anteil der Kohlenhydrate beträgt rund 75 Prozent, der Anteil an Eiweiß etwa 15 Prozent. Die einzigen erlaubten tierischen Produkte sind sehr fettarme Milchprodukte und Eiklar. Zucker ist in kleinen Mengen zulässig, Kaffee und Tee sind verboten. Um Mangelzustände zu vermeiden, empfiehlt Ornish Nahrungsergänzungsmittel wie Multivitaminpräparate, Folsäure, Selen, Leinöl für Frauen und Fischöl für Männer.Nancy Waring: Dr. Dean Ornish’s Low-Tech-Behandlung der koronaren Herzkrankheit

Ergänzend zur Diät wird als Gruppentherapie eine Raucherentwöhnung und die Ernährungsumstellung auf extrem fettarme Nahrung durchgeführt. Die Gruppen praktizieren darüber hinaus Yoga und Meditation.

Ergebnisse einer Studie wurden Ende der 1980er Jahre veröffentlicht. Sie zeigten, dass Herzschädigungen durch koronare Arteriosklerose bei vielen Patienten zurückgegangen waren. Ornish erweckte für seinen Therapieansatz große Aufmerksamkeit. Er glaubt, dass Stress-Management, die Verhinderung sozialer Isolation und der Abbau psychischen Drucks großen Anteil am Therapieerfolg hat.

Ornish ist ständiges Mitglied der medizinischen Fakultät der Universität von Kalifornien in San Francisco sowie Präsident und Direktor des Forschungsinstituts für Präventivmedizin in der Nähe von Sausalito.

Studien

Ornish veröffentlichte Ende der 1980er Jahre die Ergebnisse einer von ihm selbst geleiteten randomisierten Studie zur Behandlung von Koronare Herzkrankheit mit seinem Therapiekonzept, das Bewegung, Entspannung und Diät umfasst. Allerdings nahmen nur 22 Patienten ein Jahr lang daran teil. Bei 82 Prozent dieser kleinen Gruppe gingen die Gefäßverengungen der Arterien um durchschnittlich 2,2 Prozent zurück. Die 20 Patienten der Kontrollgruppe ernährten sich nach den Empfehlungen der American Heart Association; bei ihnen kam es zu einer Vergrößerung der Stenosen um durchschnittlich 3,4 Prozent. 20 Patienten der Versuchs- und 15 aus der Kontrollgruppe nahmen an einer vier Jahre dauernden Folgestudie teil. Die Arteriosklerose der Ornish-Gruppe ging den Ergebnissen zufolge um 7,9 Prozent zurück, während es bei der Kontrollgruppe zu einer Verschlechterung kam, obwohl 60 Prozent dieser Teilnehmer Lipidsenker einnahm. Die LDL-Cholesterinwerte der Versuchsgruppe waren nach fünf Jahren 20 Prozent niedriger als zu Beginn; hier zeigte sich jedoch kein signifikanter Unterschied zur Vergleichsgruppe. Der Gewichtsverlust durch die Ornish-Diät betrug nach einem Jahr zirka 10 kg, nach fünf Jahren jedoch nur noch 5 kg. In der Vergleichsgruppe veränderte sich das Gewicht der Teilnehmer kaum. Innerhalb von fünf Jahren gab es in der Kontrollgruppe 45 so genannte „kardiale Ereignisse“, in der Ornish-Gruppe nur 25. Ein Positronen-Emissions-Tomographie-Scan zeigte, dass sich das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit bei fast allen Patienten dieser Gruppe hatte aufhalten lassen.

Dass die Ornish-Diät die kardiovaskulären Risikofaktoren bei noch nicht Erkrankten positiv beeinflusst und in einem Jahr zu einem deutlichen Gewichtsverlust führt, wurde in unabhängigen Studien nicht bestätigt. 2005 wurde das Ergebnis einer Studie aus Boston publiziert, bei der 160 Personen in vier Gruppen jeweils ein Jahr lang eine andere Diät praktizierten; eine davon war die Ornish-Diät. Ermittelt wurde der Einfluss auf die kardiovaskulären Risikofaktoren. Die Hälfte der Ornish-Gruppe gab innerhalb der Versuchszeit auf, die strenge Fettbeschränkung wurde von kaum jemandem durchgehalten. Nach einem Jahr lag der aufgenommene Fettanteil bei durchschnittlich 35 statt 10 Prozent. Die Gewichtsabnahme betrug 6,6 Prozent und entsprach der der anderen Diäten, darunter die Atkins-Diät. Der LDL-Cholesterinwert sank im Schnitt um 25 mg/dl, der HDL-Wert stieg jedoch nicht an. Der Blutzuckerspiegel sank im Nüchternzustand (leerer Magen) am stärksten von allen vier Gruppen um 8,2 mg/dl.Bericht in der Ärztezeitung (2005) Unterschiedliche Diätformen bei Übergewicht ohne relevante Unterschiede hinsichtlich Gewichtsabnahme

Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2007, bei der erneut die Wirkung der vier Diäten - Atkins, Ornish, Zone-Diät und LEARN - in vier Gruppen verglichen wurden, nahm die Ornish-Gruppe im Schnitt nur 2,2 kg innerhalb eines Jahres ab. Der Einfluss auf die ermittelten Cholesterin- und Insulinwerte sowie den Blutdruck waren gering. An der Studie nahmen Frauen zwischen 20 und 50 Jahre teil, die weder an Diabetes mellitus noch an einer Herzkrankheit litten.Bericht in der Ärztezeitung (2007) Comparison of the Atkins, Zone, Ornish, and LEARN Diets for Change in Weight and Related Risk Factors Among Overweight Premenopausal Women

Quellen

Kohlsuppen diät, Tomy Wigand

Tomy Wigand (* 12. Juli 1952 in Ludwigsburg) ist ein deutscher Filmregisseur.

Von 1976-1979 Studium an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF). Nach drei eigenen Kurzfilmen und dem TV-Regiedebüt “Ein bisschen was Schönes” arbeitete er als Cutter für Roland Emmerich an den Filmen “Das Arche Noah Prinzip” (1983), “Joey” (1985) und “Moon 44″ (1990), für Hans W. Geissendörfers Dürrenmatt-Adaption “Justiz” (1993) schrieb er am Drehbuch mit. Wigand inszenierte zahlreiche Folgen von TV-Serien wie zum Beispiel “Alarm für Cobra 11″ sowie mehrere Fernsehfilme. Sein Kinodebüt als Regisseur war 1999 die Fußballfan-Milieustudie “Fußball ist unser Leben”, gefolgt von der Erich-Kästner-Neuverfilmung “Das fliegende Klassenzimmer” (2002).

Tomy Wigand fördert junge Talente des deutschen und internationalen Films.

Tomy Wigand führte Regie unter anderem bei folgenden Projekten:

  • Im Namen des Gesetzes (1994) (TV-Serie)
  • Twiggy - Liebe auf Diät (1998) (TV)
  • Picknick im Schnee (1999) (TV)
  • Fußball ist unser Leben (2000)
  • Nicht heulen, Husky (2000) (TV)
  • Das fliegende Klassenzimmer (2003)
  • Polly Blue Eyes (2005)
  • TKKG und die rätselhafte Mind-Machine (2006)
  • Western Wald (2007)

Diät, Ludwig August Struve

Ludwig August Struve (* 18. August 1795 in Altona; † 29. August 1828 in Dorpat) war ein deutscher Arzt.

Leben

Struve war der Bruder des Astronomen Friedrich Georg Wilhelm von Struve.

Struve studierte an den Hochschulen von Dorpat und Köln Medizin. Diese Studium schloss er 1815 erfolgreich mit einer Promotion zum Dr. med. & chir. ab. Als solcher ließ er sich anschließend Altona als praktischer Arzt nieder. Bis 1823 wechselte er mit seiner Praxis nach Wilster und nach Elmshorn.

1820 wurde Struve als korrepondierendes Mitglied in die dänische medizinische Gesellschaft aufgenommen. 1820 avancierte Struve zum Professor der Therapie und wurde zum Direktor der Universitätsklinik Dorpat berufen. Auf Grund seiner Verdienste ernannte ihn der Zar zum russischen Hofrat.

Im Alter von 33 Jahren starb Ludwig August Struve am 29. August 1828 in Dorpat.

Diät, Johanna Budwig

Johanna Budwig (* 1908; † 2003) war eine Diplom-Chemikerin mit Promotion in den Fächern Chemie und Physik, die durch ihre Öl-Eiweiß-Kost bekannt wurde.

Sie war der Meinung, dass Krebs durch eine Öl-Eiweiß-Kost heilbar wäre. Die sogenannte Budwig-Diät basiert einerseits auf der Empfehlung, bestimmte Nahrungsmittel zu essen, andererseits auf dem Verbot bestimmter Nahrungsmittel. Sie war ursprünglich als Diät für Hepatitispatienten gedacht.

Diese spezielle Form einer Krebsdiät ist in der bisherigen wissenschaftlichen Medizin nicht anerkannt und umstrittenen. Aktuelle Forschungen des Tumorwissenschaftlers Johannes Coy zeigen aber, dass unter bestimmten Voraussetzungen (in den Krebszellen muss das Enzym TKTL-1 nachweisbar sein) eine glukose- und kohlenhydratarme sowie Öl- und proteinreiche Ernährung eine Krebstherapie unterstützen kann.

Die Theorien von Budwig spielten in der modernen evidenzbasierten Medizin bisher keine Rolle, werden aber mitunter in alternativmedizinischen Kreisen weiter verbreitet oder angewandt, und in aktuellen Forschungen von Johannes F. Coy wieder aufgegriffen.

Die Budwig-Diät

Besonders empfohlen wird der Verzehr von Leinsamen, kaltgepresstem Leinöl, Quark und Hüttenkäse. Leinsamen enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Linolensäure. Budwigs Meinung nach müsse Leinsamenöl Bestandteil der Nahrung sein, da es essentiell sei und der Mensch es nicht selbst produzieren könne. Quark und Hüttenkäse seien deshalb wichtig, weil sie viele Schwefel enthaltende Aminosäuren enthielten, die Fettsäuren besser löslich und resorbierbar machten. Daneben können Gemüse, Sauerkrautsaft, Obst oder Nüsse (jedoch keine Erdnüsse) verzehrt werden.

Die Budwig-Diät verzichtet auf Fleisch, Fisch, Butter, konservierte Nahrungsmittel, Margarine, Nudeln, Tiefkühlkost und Zucker.

Budwigs Öl-Eiweiß-Kost beruft sich auf eine rund 80 Jahre alte Hypothese des Medizin-Nobelpreisträgers Otto Heinrich Warburg zur Entstehung von Dickdarmkrebs, die so genannte Warburg-Hypothese, die früher weder widerlegt noch bewiesen, und erst im Jahr 2006 bei einem Laborversuch für Mäuse bestätigt werden konnte.

Budwig schlussfolgerte, dass der anaerobe Stoffwechsel der Tumorzellen mit Hilfe einer gezielten Ernährung zurück zum aeroben Stoffwechsel geführt werden könne. Laut Budwig hat das Gemisch von schwefelhaltigen Proteinen, wie sie in Quark oder Hüttenkäse enthalten sind, zusammen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie man sie in Leinsamen findet, Auswirkungen auf die Zellatmung des Tumorgewebes. Einen Nachweis für die beschriebenen Wirkungen auf den Stoffwechsel von Krebszellen konnte Budwig jedoch nicht erbringen.

Kritik an der Budwig-Diät

Onkologen und Ernährungswissenschaftler sind der Meinung, dass eine Diät alleine nicht in der Lage ist, eine Krebserkrankung zu heilen. Berichte über Heilerfolge werden als Anekdoten angesehen, da es keine wissenschaftlichen Studien zu diesen Berichten und einer möglichen Wirksamkeit dieser Diät bei Krebs gibt. Als Diät, die eine effektive Therapie begleitet, kann sie jedoch bei Nachweisbarkeit des Enzyms Enzyms TKTL-1 akzeptiert werden, da nicht zu erwarten ist, dass von dieser Diät alleine eine Mangel- oder Fehlernährung ausgeht. Die Diät ist in ihrer Zusammensetzung jedoch sehr einseitig.ARD-Beitrag zu Krebsdiäten (2006)

Johanna Budwig ging von einem generell krebshemmenden Effekt von mehrfach ungesättigten Fettsäuren ausBudwig, J., Krebs. Das Problem und die Lösung. Die Dokumentation, 6. Aufl., Kernen 1999, ignorierte jedoch den in der Zwischenzeit nachgewiesenen Unterschied zwischen Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren. Dabei weisen zahlreiche Studien auf krebsfördernde Wirkungen einer übermäßigen Zufuhr an Omega-6-Fettsäuren hin, wogegen für Omega-3-Fettsäuren krebshemmende Wirkungen belegt sind.z.B. Berquin IM et al., Modulation of prostate cancer genetic risk by omega-3 and omega-6 fatty acids, J Clin Invest. 2007 Jul 2;117(7):1866-1875. PMID 17607361 oder Rose DP, Connolly JM, Effects of dietary omega-3 fatty acids on human breast cancer growth and metastases in nude mice, J Natl Cancer Inst. 1993 Nov 3;85(21):1743-7, PMID 8411258 Somit ist Budwigs Hypothese, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren prinzipiell die Zellatmung in Krebszellen reaktivieren und diese damit zum Absterben bringen, nicht haltbar. Vor diesem Hintergrund dürften die wissenschaftlich nicht abgesicherten Überlieferungen Budwigs in Bezug auf die Heilerfolge bei Krebs auf den vergleichsweise hohen Omega-3 und niedrigen Omega-6-Gehalt des von ihr angewendeten Leinöls zurückzuführen sein.

Einzelnachweise

Kohlsuppen diät, Sears-Diät

Die Sears-Diät, auch Zone-Diät genannt, ist eine vom US-amerikanischen Biochemiker Barry Sears eingeführte Diät, die zur Gewichtsreduktion und zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit beitragen soll. Sears entwickelte eine komplexe Theorie zur optimalen Ernährung, die seiner Diät zugrunde liegt. Die Ernährung nach Sears besteht zu jeweils 30 Prozent aus Fett und Eiweiß und zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten. Zusätzlich zu Empfehlungen, die die Zusammensetzung und Menge der Nahrung betreffen, empfiehlt er, Sport zu treiben. Die Anwendung seiner Ernährungsempfehlungen sollen auch zu „Hormon-Balance“ (The Zone) führen, die stimmungsaufhellend wirken soll. Die Diät wird von Sears als Dauerernährung propagiert.

Sears Thesen

Barry Sears wichtigste Thesen in Kürze:

  • Fett zu essen bedeutet nicht zwangsläufig, dick zu werden.
  • Es ist schwer, Gewicht allein durch die Reduktion von Kalorien zu verlieren.
  • Gewichtsverlust hat wenig mit Willenskraft zu tun.
  • Nahrung kann gut oder schlecht sein.
  • Die biochemische Wirkung der Nahrung hat sich nicht verändert, seit es Menschen gibt.

Das Optimum/The Zone

Das so genannte Optimum bezeichnet Sears als den Bereich einer von ihm beschriebenen Hormon-Balance, in dem der Insulinspiegel weder zu hoch noch zu niedrig sei und in dem der Körper gespeichertes Fett zur Energiegewinnung abbaue, womit es zur Gewichtsabnahme komme. Wesentlich für die Diät sind laut Sears hormonähnliche körpereigene Substanzen, die Eicosanoiden, die unter anderem den Insulinspiegel beeinflussen. Sears bezeichnet die Nahrung als “Droge”, mit der der körpereigene Hormonspiegel beeinflusst werden kann.

Die Grundlagen

Die Grundlagen der Diät sind laut Sears Arbeiten von Sune Karl Bergström und Bengt Ingemar Samuelsson vom Karolinska Institut in Stockholm sowie John Robert Vane vom Royal Collage of Surgeons in England.

Bei dieser Diät muss alle viereinhalb Stunden gegessen werden. Sears empfiehlt die Einnahme von drei Haupt- und zwei Zwischenmalzeiten, um möglichst immer im “Optimum” zu bleiben. Bei jeder Mahlzeit müssen Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate, die drei Nährstoffblöcke, in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Der Nährstoffblock-Bedarf muss individuell berechnet werden. Die Ernährung nach Sears besteht zu jeweils 30 Prozent aus Fett und Eiweiß und zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten. Dies soll den Körper ins “Optimum” bringen. Die Diät unterscheidet außerdem zwischen “guten” und “schlechten” Kohlenhydraten, ähnlich wie die Glyx-Diät und die Logi-Methode.

Je 7 Gramm Eiweiß sollen 9 Gramm Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämschen Index und 1,5 Gramm Fett mit möglichst vielen ungesättigten Fettsäuren enthalten sein. Durch eine relativ hohe Eiweißaufnahme und eine relativ geringe Kohlenhydrataufnahme soll der Sears-Theorie zufolge der Insulinspiegel niedrig gehalten werden. Sears verordnet zusätzlich täglich einzunehmende Fischölkapseln.

Nach Sears Theorie ist das Übermaß an Kohlenhydraten in unserem Essen für die Gewichtszunahme verantwortlich, da Kohlenhydrate in Glykogen umgewandelt werden, das aber im Körper nicht in beliebiger Menge gespeichert werden kann und bei einem übermäßigen Nahrungsangebot in Fett umgewandelt wird. Diese Ablagerung als Fett wird auch durch Insulin gesteuert. Ein hoher Insulinspiegel verhindere, dass dieses Fett wieder abgebaut werden kann. Es bleibt in den Fettdepots des Menschen.

Im Schnitt werden bei dieser Diät pro Tag 1800 bis 2400 Kalorien aufgenommen.

  • Die Bedeutung des glykämischen Index der Kohlehydrate ist in der modernen Ernährungswissenschaft umstritten. Die von Sears postulierte Beeinflussung endokriner Funktionen durch seine Diät ist nach Aussage von Kritikern nicht wissenschaftlich belegt.
  • Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt deutlich weniger Eiweiß und mehr Kohlenhydrate als die Sears-Diät vorschreibt.
  • Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über die euphorischen Zustände, die der „Zone“ zugrunde liegen sollen.
  • Die in den Büchern von Barry Sears zu lesenden Versprechen des permanenten Gewichtsverlustes, der geringeren Häufigkeit von Krankheiten, höherer körperlicher Leistungsfähigkeit oder gar Einflüssen auf unsere Gene sind nicht wissenschaftlich gesichert.
  • Die Rolle der Fette ist in der Sears-Diät widersprüchlich: Einerseits ist sie als eine fettarme Diät anzusehen (max 30% der Energieträger durch Fette), andererseits werden Fette als wichtig für das körperliche Fitness angesehen, darunter die ungesättigten Öle wie Fischöle.
  • Die aufgenommene Kalorienmenge ist relativ hoch; es ist schwierig, auf diese Weise abzunehmen, denn die Grundregel ist: Nur wer weniger Kalorien aufnimmt, als sein Körper verbraucht, nimmt ab. Das gilt für jede Diät.
  • Eine erhöhte Eiweißzufuhr belastet die Nieren, da die Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels über sie ausgeschieden werden. Übergewichtige haben ohnehin oft einen erhöhten Harnsäurewert, der durch viel Eiweiß weiter ansteigt. Die Folge können Gichtanfälle sein. Bei hoher Eiweißaufnahme wird auch vermehrt Kalzium ausgeschieden, was das Risiko von Nierensteinen erhöht. Für Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion ist diese Diät auf keinen Fall geeignet.

Diät, Catherine Kousmine

Catherine Kousmine (* 1904 in Hvalynsky in Russland; † 24. August 1992 in Lutry) war eine Schweizer Ärztin russischer Herkunft. Sie war eine Vertreterin der orthomolekularen Medizin und entwickelte eine Krebsdiät. Ihr besonderes Forschungsinteresse galt Krebs, Multipler Sklerose und chronischer Polyarthritis.

Die Familie Kousmine emigrierte im Jahr 1918 während der Russischen Revolution in die Schweiz. Catherine Kousmine besuchte die höhere Schule in Lausanne und studierte nach dem Abitur Medizin und erwarb 1928 den akademischen Abschluss. Sie spezialisierte sich auf Pädiatrie und arbeitete in Zürich in der pädiatrischen Klinik von Guido Fanconi. Danach setzte sie ihre Ausbildung in Wien fort. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz arbeitete Kousmine jedoch als praktische Ärztin, da das österreichische Pädiatrie-Diplom in der Schweiz nicht anerkannt wurde.

Nach dem Krebstod zweier ihrer Patienten widmete sie sich der Krebsforschung. Sie richtete sich in ihrer Küche ein Labor ein, in dem sie Tierversuche mit Mäusen durchführte. Dabei kam sie zu der Überzeugung, dass die Nahrung einen Einfluss auf Tumore hat und es möglich ist, mit Hilfe der Ernährung Krebs zu heilen. Im Jahr 1949 publiziert sie den Heilungserfolg eines für unheilbar gehaltenen Darmkrebs-Patienten mit Hilfe ihrer Ernährungsvorschriften. Sie war davon überzeugt, dass die Creme Budwig, Bestandteil der Öl-Eiweiß-Diät von Johanna Budwig, eine wichtige Rolle bei der Krebsbekämpfung spielt.

1989 erhielt Catherine Kousmine die Ehrenbürgerschaft von Lutry.

Kousmine-Diät

Die so genannte Kousmine-Diät ist als Mittel zur Krebsbekämpfung umstritten und wird nur von Alternativmedizinern empfohlen. Die Diät basiert neben den Ernährungsregeln auf Darmhygiene, dem Säure-Basen-Gleichgewicht, der Nahrungsergänzung durch hoch dosierte Vitamine und Spurenelemente sowie psychosozialer Betreuung. Diese Diät soll angeblich nicht nur Krebs heilen können, sondern u.a. auch chronische Bronchitis, Allergien, kardiovaskuläre Erkrankungen, Polyarthritis und Multiple Sklerose.Felix Burda-Stiftung Darmkrebs

Zu den wesentlichen Diätprinzipien gehören der Verzicht auf Fleisch, Fleischprodukte und weißen Zucker, der Verzehr von unverarbeitetem Getreide sowie von großen Mengen Obst und Gemüse und generell basische Lebensmittel. Als Mittel zur „Darmhygiene“ werden regelmäßige Einläufe und Abführmittel propagiert. Kousmine ging davon aus, dass viele Krankheiten auf einen zu hohen Säureanteil im Körper auf Grund von falscher Ernährung zurückzuführen seien. Patienten sollten regelmäßig den pH-Wert des Urins feststellen und bei Unterschreiten eines festgelegten Werts basische Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Quellen

Kohlsuppen diät, Biomedizin

Die Biomedizin ist eine Teildisziplin der Humanbiologie im Grenzbereich von Medizin und Biologie. Sie ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das Inhalte und Fragestellungen der experimentellen Medizin mit den Methoden der Molekularbiologie und der Zellbiologie verbindet. Im Mittelpunkt stehen die molekularen und zellbiologischen Grundlagen des Lebens und seiner krankhaften Veränderungen. Ziel der Biomedizin ist wissenschaftliche Erforschung der Ursachen von Krankheiten, um Krankheiten kausal (ursächlich) behandeln bzw. ihnen effektiv vorbeugen zu können.

Biomedizin und Autismus

Unter dem Begriff „Biomedizin“ wird eine Anzahl heterogener alternativer Behandlungsmethoden des Autismus zusammengefasst.
Dazu zählen:

  • Diäten wie die gfcf-Ernährung (gluten- und kaseinfreie Diät)
  • Schwermetallausleitung
  • Bekämpfen von Darmpilzen
  • Verabreichung hoher Dosen Vitamin B6 und Magnesium
  • Gabe von Immunglobulinen

Diät, Fit for Fun

Fit for Fun (Gründung: 1992, Auflage: 105.000 Exemplare) gilt als Pionier der sog. Fitness-Zeitschriften. Ihr Schwerpunkt liegt auf Fitness und Medizin. Sie erscheint monatlich und enthält Informationen über neue Fitness-Varianten, Trainingstipps, medizinischen Erfolg und informiert über eine optimale Diät. Im Heft existiert auch die Rubrik „Sex and Soul“. Vierteljährlich erscheint ein Begleitheft, in dem sich 2.000 Singles (männlich/weiblich) vorstellen. Die Redaktion des Magazins befindet sich in Hamburg.

Details:

  • Auflage: 297.059 (Verk. Auflage IVW III/06)
  • Reichweite: 1,44 Mio. Leser (ma 2006/II)
  • Copypreis: € 3,00
  • Erscheinungsweise: monatlich

Fit for Fun TV

Auf VOX lief von 2001 bis 2006 die Reihe „Fit-For-Fun-TV“. Anfangs wurde die Sendung von Annabelle Mandeng und anschließend ab 2002 von Nandini Mitra moderiert. Die Sendung wurde von 2001 bis Ende 2005 in den MMC Ateliers Studios (Studio 21)/Cologne Broadcasting Center in Köln-Ossendorf aufgezeichnet. Die letzten Folgen wurden bis Absetzung der Sendung im Februar 2006 bei RTL (virtuelles Studio, Studio 3) in Köln-Junkersdorf produziert.