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Kohlsuppen diät, Diät

Der Begriff Diät kommt von diaita (griech.) und wurde ursprünglich im Sinne von „Lebensweise“ verwendet. Die Diätetik beschäftigt sich auch heute noch wissenschaftlich mit der „richtigen“ Ernährungs- und Lebensweise.

Diätformen

Seit Hippokrates wird als Diät eine spezielle Ernährung bezeichnet, bei der längerfristig oder dauerhaft eine spezielle Auswahl von Nahrungsmitteln verzehrt wird.

Heutzutage bezeichnet das Wort Diät:

  • Eine kurzfristige Veränderung der Ernährungsform zur Gewichtsreduktion (Reduktionsdiät)
  • Eine längerfristige oder dauerhafte Ernährungsumstellung zur unterstützenden Behandlung einer Krankheit (Krankenkost)

Fasten bedeutet dagegen den vorübergehenden Verzicht auf Nahrung aus religiöser oder gesundheitlicher Motivation und hat nichts mit Diät zu tun.

Jede Diätform, sei es zur Gewichtsreduktion, sei es zur unterstützenden Krankheitsbehandlung, basiert auf einer Verminderung oder Vermehrung des relativen Anteils eines Nahrungsbestandteils (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Vitamine, Spurenelemente) gegenüber den anderen und/oder einer Erniedrigung oder Erhöhung der zugeführten Gesamtenergiemenge („Kalorien“) sowie ggf. einer bilanzierten Veränderung der Flüssigkeitszufuhr.

Bei manchen Diätformen wird auf einzelne Nahrungsbestandteile komplett verzichtet, z. B. bei der Zöliakie/Sprue-Diät auf glutenhaltige Getreide.

Reduktionsdiäten

Es gibt zahlreiche Diätformen zur Reduktion von Übergewicht, die sich in ihren Methoden teilweise erheblich voneinander unterscheiden. Nur wenige Diätformen sind wissenschaftlich überprüft. Die Entwicklung und Propagierung der Reduktionsdiäten ist nicht nur den Veränderungen wissenschaftlicher Erkenntnisse, sondern auch Moden und Weltanschauungen unterworfen. Einige Diätformen werden daher in der Medizin als unbewiesen oder sogar gesundheitsgefährdend angesehen.

Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin sollten Reduktionsdiäten nur kurzzeitig, bei Extremformen nur unter ärztlicher Aufsicht, erfolgen. Allgemeiner Konsens ist, dass eine Reduktionsdiät nur dann dauerhaften Erfolg haben kann, wenn ihr eine Lebensumstellung hin zu vollwertiger Ernährung und vermehrter körperlicher Aktivität folgt. Anderenfalls kommt es meist zu einem Wiederanstieg des Körpergewichts, dem sog. Jojo-Effekt.

Diäten zur Krankheitsbehandlung (Krankenkost)

Diäten werden zusätzlich zur medikamentösen und evtl. operativen Therapie zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt. Mit der Entwicklung wirksamer Ernährungsstrategien beschäftigt sich die Ernährungsmedizin.

Bis in die 1980er Jahre gab es fast für jede Krankheit eine eigene Diät. Heutzutage wird für die meisten Erkrankungen, wie auch für die Allgemeinbevölkerung, eine, evtl. modifizierte, lactovegetabile Vollwertkost (s.o.) in Verbindung mit körperlicher Aktivität empfohlen. Insbesondere in der Diabetesbehandlung kam es hier zu einem Paradigmenwechsel. Die Diätempfehlungen sind ständigen, wissenschaftlich begründeten Veränderungen unterworfen und werden in Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften und der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin veröffentlicht. Diäten zur Krankheitsbehandlung sollten ebenfalls nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Beispiele für Krankheiten, bei denen eine Diät nach Ansicht von Medizinern die Heilung begünstigen bzw. das Fortschreiten verlangsamen kann oder die zwingend eine besondere Ernährung erfordern, sind:

  • Adipositas (krankhaftes Übergewicht)
  • Bluthochdruck
  • Gicht
  • Diabetes mellitus Typ II
  • Leberzirrhose
  • Niereninsuffizienz
  • Zöliakie/Sprue
  • andere Nahrungsmittelallergien
  • zahlreiche Stoffwechselerkrankungen

Nach medizinischer Auffassung kann bei schweren Krankheiten wie Krebs eine Diät niemals alleinige Therapieform sein. Bei Essstörungen wie Anorexie und Bulimie ist meist eine begleitende Psychotherapie erforderlich.

Kohlsuppen diät, Markert-Diät

Die Markert-Diät ist eine Diät zur Gewichtsabnahme, die von dem Anästhesisten und Heilpraktiker Dieter Markert erfunden wurde und von ihm vermarktet wird. Dabei handelt es sich genau genommen jedoch nicht um eine Diät, sondern um eine Form des Fastens. Mittlerweile hat Markert aber auch eine “neue Markert-Diät” publiziert, bei der nicht nur getrunken, sondern auch etwas gegessen wird.

Das Prinzip

Bei der ursprünglichen Markert-Diät, die Mitte der 1990er Jahre als Buch auf den Markt kam, handelt es sich um eine reine Trinkfastenkur, bei der pro Tag maximal 500 Kalorien aufgenommen werden. Getrunken wird außer Gemüsebrühe und Säften ein Eiweiß-Drink (Almased), der in Apotheken verkauft wird. Das Präparat besteht zur Hälfte aus Soja- und Milcheiweiß. Auf diese Weise werden pro Tag etwa 60 Gramm Eiweiß aufgenommen, was den sonst unvermeidlichen Abbau von Muskeleiweiß während einer Fastenkur verhindern soll. Außerdem sollen Hungergefühle vermieden werden können und der Blutzuckerspiegel niedrig gehalten werden. Markert verspricht, dass bei dieser Diät pro Woche bis zu 5 Kilo reines Körperfett abgebaut würden. Die Gemüsebrühe soll Antioxidantien liefern, um freie Radikale zu bekämpfen, denn diese hemmen laut Markert den Fettabbau. Wichtig ist außerdem ein Sportprogramm während der zweiwöchigen Fastenphase, um den Energiebedarf zu steigern.

Die Theorie

Laut Markert hat das Eiweiß-Präparat einen Einfluss auf die Hormonproduktion der Schilddrüse, die dazu angeregt werde, verstärkt das Hormon Triiodthyronin (T3) zu bilden. Die Folge sei die Ankurbelung des Stoffwechsels und die Förderung der Fettverbrennung. Bei der Markert-Diät sinke daher der Grundumsatz des Körpers nicht, wie sonst beim Fasten generell zu beobachten. Markert behauptet, diesen Effekt durch eigene Studien nachweisen zu können. Die von ihm veröffentlichten Graphiken widerlegen aber diese Behauptung; die T3-Konzentration sinkt während des Fastens trotz Eiweißpräparat kontinuierlich ab. Eine unabhängige Studie widerspricht ebenfalls dieser Theorie.

Markert geht bei seinen Berechnungen zum Gewichtsverlust durch Fettabbau von einem täglichen Kalorienbedarf von 2400 Kalorien aus; der tatsächliche Bedarf ist jedoch individuell unterschiedlich und liegt zumindest bei den meisten Frauen deutlich niedriger.

Nach der Fastenphase soll es angeblich möglich sein, das Wunschgewicht ohne besondere Einschränkungen beim Essen zu halten, sofern regelmäßig weiterhin das Eiweiß-Präparat eingenommen wird. Es sorge dafür, den Stoffwechsel auf hohem Niveau zu halten.

Die neue Markert-Diät

Möglicherweise als Reaktion auf deutliche Kritik von Ernährungswissenschaftlern hat Markert inzwischen Die neue Markert Diät veröffentlicht. Dabei handelt es sich jetzt nicht mehr um eine Fastenkur, sondern um eine unterkalorische Diät. Morgens und mittags sollen Obst und Gemüse gegessen werden sowie pflanzliche Fette. 40 Prozent der Nahrung sollen aus komplexen Kohlenhydraten bestehen, 20 Prozent aus Eiweiß. Das Abendessen besteht aus einem Eiweiß-Drink mit Iod und Carnitin. Auf diese Weise werden pro Tag etwa 1000 Kalorien aufgenommen. Sport spielt bei dieser Diät auf einmal keine Rolle mehr.

Abnehmen diaet fitness, Michael Despeghel

Michael Despeghel (* 31. Januar 1960) ist ein deutscher Sportwissenschaftler und Experte für präventivmedizinische Fragestellungen, gesunde Lebensführung und Lebensstiländerung. Er ist Bestseller-Autor mit diversen Publikationen in den Bereichen Gesundheit, Lifestyle und Ernährung.

Michael Despeghel ist des öfteren zu Gast in diversen Talkshows, unter anderem bei Jörg Pilawa und Frank Elstner, und berichtet von seinen Studien und Erfolgen im Bereich Gesundheit und Abnehmen.

Publikationen

  1. Mit Jean Pütz und Darius Alamouti: Anti-Aging, das individuelle Programm für Frauen und Männer. vgs, Köln 2001
  2. Mit Bernd Neumann: Fit for Fun. Jung bleiben! Von Anti-Aging-Food bis Zen-Meditation. Südwest, München 2003
  3. Fett weg für faule Säcke - Abnehmen mit dem Orgien-Prinzip, vgs, Köln 2004
  4. Ran an den Speck - Das Praxisbuch für faule Säcke. vgs, Köln 2004
  5. Lust auf Leistung. Haufe, Freiburg 2005
  6. Mit Kordula Werner: Weg mit den Kilos! Das 6-Wochen-Programm für Kinder und ihre Eltern. vgs, Köln 2005
  7. Mit Marco von Münchhausen: Abnehmen mit dem inneren Schweinehund. Gräfe & Unzer, München 2006
  8. Die Feierabend-Diät. Gräfe & Unzer, München 2006
  9. Mit Armin Heufelder: Ran an den Bauch. Gräfe & Unzer, München 2006
  10. Mit Thomas Kreuzig: Nur für Männer! vgs, Köln 2006
  11. Das biologische Alter - unsere Chance auf ein längeres und besseres Leben.
  12. Mühelos fit und gesund mit dem Life-Code - Das Modell für einen typgerechten Lebensstil. Campus, 2007
  13. Wie alt sind Sie wirklich - Das Test- und Trainingsprogramm für Fitness im Job Haufe, 2007

Ketogene diaet, Ketose (Stoffwechsel)

Als Ketose bezeichnet man in der Medizin und Veterinärmedizin einen Stoffwechselzustand, bei dem ein Anstieg der Konzentration von Ketonkörpern (4-Hydroxybutansäure, Aceton, Acetoacetat) in Blut und Extrazellularraum über die Normwerte festzustellen ist. Es kommt hierbei auch zur vermehrten Ausscheidung von Ketonen im Urin und in der Ausatemluft. Der Mundgeruch oder Körpergeruch kann in diesem Fall einen charakteristischen fruchtigen Ketongeruch aufweisen.


Ursache einer Ketose ist entweder ein länger andauernder Hungerzustand, etwa beim Fasten, oder eine länger anhaltende unzureichende Zufuhr von Kohlenhydraten. Hierbei kommt es unter Glucagoneinfluss zur Deckung des benötigten Energiebedarfs zu erhöhtem Abbau von Fettsäuren zu Ketokörpern in der Leber als Alternative zur Bereitstellung von Traubenzucker aus dem Abbau von Kohlenhydraten. Die Ketone werden von allen Geweben, aber insbesondere von der Muskulatur und dem Gehirn als Energielieferant verwendet. Da Ketonköper den pH-Wert senken, kann es bei extremer Ketose zu einer behandlungsbedürftigen Ketoazidose kommen. Die Ketose an sich ist dagegen kein unbedingt behandlungsbedürftiger Zustand. In der Vergangenheit des Menschen gehörten längere Hungerphasen durchaus zum Alltag, und bei einigen kohlenhydratarmen Diäten (z.B. Atkins-Diät, ketogene Diät) wird eine Ketose z.B. zur Gewichtsreduzierung sogar angestrebt. Ketonkörper können die Blut-Hirn-Schranke passieren und dort als alternative Energiequelle zu der Glukose verstoffwechselt werden. Dies gelingt am besten nach einigen Tagen Gewöhnung, weswegen man in den ersten Tagen des Fastens weniger leistungsfähig ist. Der Übergang des Stoffwechsels in die Ketose kann von Kopfschmerzen, Müdigkeit oder allgemeiner Schwäche begleitet sein, die jedoch nach wenigen Tagen wieder vollständig ausklingen.
Bei schwereren Ketonämien kann es zu zentralnervösen Störungen durch Aceton kommen.

Bei Personen mit einem Insulinmangel (Diabetes mellitus Typ I) kann es zu einer schweren Ketose bis hin zur Ketoazidose kommen.

Veterinärmedizin

In der Milchviehhaltung wird die Ketose auch als Acetonämie bezeichnet. Sie tritt bei Hochleistungskühen vor allem in den ersten drei Wochen nach der Abkalbung auf. Sie kann sowohl als Primärkrankheit als auch als Sekundärkrankheit als Folge einer anderen Krankheit z. B. der Gebärparese auftreten.

Nicht nur Futtermangel, sondern auch bestimmtes Futter (Buttersäurehaltige Silagen) kann Ketosen fördern.

Metabole diaet, Fatburner

Als Fatburner (engl. fat: Fett; engl. to burn: (ver)brennen) werden Substanzen bezeichnet, denen eine Förderung der körpereigenen Fettverbrennung nachgesagt wird. Es gibt auch “Fatburner”-Diäten, die sich diesen Effekt zunutze machen wollen.

Einige natürliche Fatburner werden vom Körper selbst erzeugt. Dazu zählen Glucagon und das Wachstumshormon. Fatburner kommen auch in Lebensmitteln vor, dazu zählen angeblich Magnesium, Linolsäure und Vitamin C, Enzyme und L-Carnitin, aber auch Koffein.

Künstliche Fatburner sind aus natürlichen und synthetischen Stoffen hergestellte Mischungen, die in Tablettenform, als Pulver oder als Flüssigkeit zusätzlich zur Nahrung aufgenommen werden. Sie werden zur Unterstützung beim Reduzieren des Körpergewichtes und im Rahmen von Bodybuilding verwandt. Manchmal enthalten sie allerdings Stoffe, deren Abgabe in Deutschland rechtlich eingeschränkt ist (z. B. Ephedrin) oder die unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Die unmittelbare beabsichtigte Wirkung von Fatburnern wird von vielen Ärzten und Ernährungsfachleuten bezweifelt.

Die Theorie

Einige Autoren von Diätbüchern oder Ratgebern gehen davon aus, dass sich die Fettverbrennung des Körpers unabhängig von Sport und Bewegung durch die Aufnahme geeigneter Substanzen künstlich steigern lässt. Erreicht werden soll das durch einen veränderten Stoffwechsel, eine erhöhte Körpertemperatur, eine schnellere Fettverbrennung oder stärkere Fettausscheidung. Die empfohlenen Substanzen sollen als Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden oder mit Hilfe spezieller Lebensmittel im Rahmen einer Diät.

Kritik

Viele Mediziner und Ernährungswissenschaftler bezweifeln, dass es überhaupt wirksame Fatburner gibt. Wesentliche Einwände sind:

  • Enzyme bestehen aus Protein. Sie werden im Magen von der Magensäure aufgespalten und sind danach nicht mehr wirksam.
  • L-Carnithin muss nicht zusätzlich als Präparat aufgenommen werden, da es der Körper selbst herstellen kann. Die Substanz regt tatsächlich die Fettverbrennung der Mitochondrien in den Muskeln an, allerdings ist die Anzahl dieser Zellen entscheidend, und diese lässt sich nur durch Sport erhöhen.
  • Die Einnahme von Hormonen ist gesundheitlich bedenklich. Das Schilddrüsenhormon erzeugt eine künstliche Schilddrüsenüberfunktion. Die Folge können u.a. Herzrasen und Schweißausbrüche sein.
  • Koffein und Guarana müssen in großen Mengen aufgenommen werden, um die Energieverbrennung zu steigern. Hohe Dosen führen jedoch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Herzrasen und Zittern.
  • Die Bedeutung des Wachstumshormons für Erwachsene wird angezweifelt.

Kohlsuppen diät, Dean Ornish

Dean Ornish (* 16. Juli 1953 in Dallas; Texas, Vereinigte Staaten) ist ein US-amerikanischer Mediziner.

Leben

Ornish legte die Reifeprüfung als Klassenbester an der Universität von Texas in Austin (Texas) ab. Danach ging er nach Houston und studierte am Baylor College of Medicine wo er auch promovierte. Weitere Studien schlossen sich an der Harvard Medical School in Boston an. Am Massachusetts General Hospital war er als Assistenzarzt tätig und fand dort seine erste feste Anstellung. Ornish begann bereits in den späten 1970er Jahren als Student auf dem Gebiet der Herzerkrankungen zu forschen. Im Juli 1984 begann er in San Francisco die Lifestyle Herzstudie. Es handelte sich um eine kontrollierte Studie über den Erfolg einer fettarmen Diät verbunden mit einem Stress-Management in einer kleinen Gruppe von Herzpatienten.

Therapie

Ornish

hat eine spezielle Therapie zur Behandlung von Herzerkrankungen entwickelt, die Operationen überflüssig machen soll. Teil davon ist die so genannte Ornish-Diät. Sie ist strikt vegetarisch und begrenzt den Fettanteil in der Nahrung auf 10 % der aufgenommenen Kalorienmenge und die Cholesterol-Aufnahme auf nur fünf Milligramm täglich. Der von der amerikanischen Kardiologenvereinigung (AHA) empfohlene Fettanteil betrug bis zu 30 % der Kalorienaufnahme und 300 mg Cholesterol täglich. Der Anteil der Kohlenhydrate beträgt rund 75 Prozent, der Anteil an Eiweiß etwa 15 Prozent. Die einzigen erlaubten tierischen Produkte sind sehr fettarme Milchprodukte und Eiklar. Zucker ist in kleinen Mengen zulässig, Kaffee und Tee sind verboten. Um Mangelzustände zu vermeiden, empfiehlt Ornish Nahrungsergänzungsmittel wie Multivitaminpräparate, Folsäure, Selen, Leinöl für Frauen und Fischöl für Männer.Nancy Waring: Dr. Dean Ornish’s Low-Tech-Behandlung der koronaren Herzkrankheit

Ergänzend zur Diät wird als Gruppentherapie eine Raucherentwöhnung und die Ernährungsumstellung auf extrem fettarme Nahrung durchgeführt. Die Gruppen praktizieren darüber hinaus Yoga und Meditation.

Ergebnisse einer Studie wurden Ende der 1980er Jahre veröffentlicht. Sie zeigten, dass Herzschädigungen durch koronare Arteriosklerose bei vielen Patienten zurückgegangen waren. Ornish erweckte für seinen Therapieansatz große Aufmerksamkeit. Er glaubt, dass Stress-Management, die Verhinderung sozialer Isolation und der Abbau psychischen Drucks großen Anteil am Therapieerfolg hat.

Ornish ist ständiges Mitglied der medizinischen Fakultät der Universität von Kalifornien in San Francisco sowie Präsident und Direktor des Forschungsinstituts für Präventivmedizin in der Nähe von Sausalito.

Studien

Ornish veröffentlichte Ende der 1980er Jahre die Ergebnisse einer von ihm selbst geleiteten randomisierten Studie zur Behandlung von Koronare Herzkrankheit mit seinem Therapiekonzept, das Bewegung, Entspannung und Diät umfasst. Allerdings nahmen nur 22 Patienten ein Jahr lang daran teil. Bei 82 Prozent dieser kleinen Gruppe gingen die Gefäßverengungen der Arterien um durchschnittlich 2,2 Prozent zurück. Die 20 Patienten der Kontrollgruppe ernährten sich nach den Empfehlungen der American Heart Association; bei ihnen kam es zu einer Vergrößerung der Stenosen um durchschnittlich 3,4 Prozent. 20 Patienten der Versuchs- und 15 aus der Kontrollgruppe nahmen an einer vier Jahre dauernden Folgestudie teil. Die Arteriosklerose der Ornish-Gruppe ging den Ergebnissen zufolge um 7,9 Prozent zurück, während es bei der Kontrollgruppe zu einer Verschlechterung kam, obwohl 60 Prozent dieser Teilnehmer Lipidsenker einnahm. Die LDL-Cholesterinwerte der Versuchsgruppe waren nach fünf Jahren 20 Prozent niedriger als zu Beginn; hier zeigte sich jedoch kein signifikanter Unterschied zur Vergleichsgruppe. Der Gewichtsverlust durch die Ornish-Diät betrug nach einem Jahr zirka 10 kg, nach fünf Jahren jedoch nur noch 5 kg. In der Vergleichsgruppe veränderte sich das Gewicht der Teilnehmer kaum. Innerhalb von fünf Jahren gab es in der Kontrollgruppe 45 so genannte „kardiale Ereignisse“, in der Ornish-Gruppe nur 25. Ein Positronen-Emissions-Tomographie-Scan zeigte, dass sich das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit bei fast allen Patienten dieser Gruppe hatte aufhalten lassen.

Dass die Ornish-Diät die kardiovaskulären Risikofaktoren bei noch nicht Erkrankten positiv beeinflusst und in einem Jahr zu einem deutlichen Gewichtsverlust führt, wurde in unabhängigen Studien nicht bestätigt. 2005 wurde das Ergebnis einer Studie aus Boston publiziert, bei der 160 Personen in vier Gruppen jeweils ein Jahr lang eine andere Diät praktizierten; eine davon war die Ornish-Diät. Ermittelt wurde der Einfluss auf die kardiovaskulären Risikofaktoren. Die Hälfte der Ornish-Gruppe gab innerhalb der Versuchszeit auf, die strenge Fettbeschränkung wurde von kaum jemandem durchgehalten. Nach einem Jahr lag der aufgenommene Fettanteil bei durchschnittlich 35 statt 10 Prozent. Die Gewichtsabnahme betrug 6,6 Prozent und entsprach der der anderen Diäten, darunter die Atkins-Diät. Der LDL-Cholesterinwert sank im Schnitt um 25 mg/dl, der HDL-Wert stieg jedoch nicht an. Der Blutzuckerspiegel sank im Nüchternzustand (leerer Magen) am stärksten von allen vier Gruppen um 8,2 mg/dl.Bericht in der Ärztezeitung (2005) Unterschiedliche Diätformen bei Übergewicht ohne relevante Unterschiede hinsichtlich Gewichtsabnahme

Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2007, bei der erneut die Wirkung der vier Diäten - Atkins, Ornish, Zone-Diät und LEARN - in vier Gruppen verglichen wurden, nahm die Ornish-Gruppe im Schnitt nur 2,2 kg innerhalb eines Jahres ab. Der Einfluss auf die ermittelten Cholesterin- und Insulinwerte sowie den Blutdruck waren gering. An der Studie nahmen Frauen zwischen 20 und 50 Jahre teil, die weder an Diabetes mellitus noch an einer Herzkrankheit litten.Bericht in der Ärztezeitung (2007) Comparison of the Atkins, Zone, Ornish, and LEARN Diets for Change in Weight and Related Risk Factors Among Overweight Premenopausal Women

Quellen

Turbo diaet, Michael Pascher

Michael Pascher (* 1979) ist ein österreichischer Schauspieler.

Absolvent des Max Reinhardt Seminars (2000-2004)
Er spielte in Serien wie 11er Haus, Die Schrift des Freundes, Vier Frauen und ein Todesfall, Soko Donau und Tom Turbo mit.
Außerdem hat er viele Rollen in einigen bekannten Filmen wie Merry Christmas oder Auf Wolke 7.

2007 war er in der österreichischen Daily Soap Mitten im 8en zu sehen.

Diaet com, Fettblocker

Als Fettblocker oder Antiadiposita werden Substanzen und Medikamente bezeichnet, die die Verarbeitung von Fett aus der Nahrung im Körper verhindern sollen. Diese Mittel sind z.T. innerhalb der EU verschreibungspflichtig und sind nur für Menschen mit starkem Übergewicht (Adipositas) als Ergänzung einer fettreduzierten Diät konzipiert. Chitosan ist in der EU frei verkehrfähig. Verordnet wird es in Deutschland bei einem BMI von mindestens 30 kg/m², bei zusätzlichem Diabetes mellitus oder Bluthochdruck.

Chitosan

In einer Reihe von so genannten Fettblockern ist als Wirkstoff Chitosan L112 enthalten. Diese Substanz wird aus den Schalen von Krabben, Hummern und Garnelen gewonnen, sozusagen als Abfallprodukt. Im Magen wird aus den unverdaulichen Bestandteilen des Chitosans ein Gel gebildet, das in der Lage sein soll, einen Teil des aufgenommenen Fettes an sich zu binden, so dass es unverdaut ausgeschieden wird und nicht in den Fettzellen des Körpers gespeichert werden kann. In Laborversuchen konnte dieser Effekt im Reagenzglas nachgewiesen werden, allerdings haben wissenschaftliche Studien diese Wirkung im menschlichen Körper nicht bestätigen können. Nach Ansicht vieler Ernährungswissenschaftler ist eine Fettbindung von maximal 20 Gramm pro Tag ohnehin zu gering, um die erwünschte Gewichtsabnahme ohne Ernährungsumstellung zu erreichen.

Orlistat

Der andere so genannte Fettblocker heißt Orlistat. Dieser Wirkstoff hemmt die Bildung des Enzyms Lipase, das im Darm für die Aufspaltung des Fetts zuständig ist und sorgt so dafür, dass ein Teil des Fettes unverdaut ausgeschieden wird. Innerhalb der EU enthält bislang nur das Medikament Xenical diesen Wirkstoff, das im Juli 1998 zugelassen wurde. Dessen Wirksamkeit konnte in klinischen Studien nachgewiesen werden, allerdings nur in Verbindung mit einer Diät. Das Medikament wird bei Vorliegen der Voraussetzungen an Übergewichtige verordnet, allerdings werden die Kosten in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen. Eine Monatspackung kostet rund 106 Euro. Angeblich wirkt Orlistat bei einem Teil der Patienten nicht. Wird die aufgenommene Fettmenge nicht reduziert, kommt es bei Xenical in jedem Fall zu massivem Durchfall auf Grund der vermehrten Fettausscheidung. Diese Begleiterscheinung hat nach Ansicht mancher Mediziner eine durchaus zu begrüßende “Erziehungswirkung” hinsichtlich des Essverhaltens. Von einer Dauereinnahme rät auch der Hersteller des Medikaments, die Firma Hoffmann-La Roche ab.

Nebenwirkungen

Chitosan:

  • Völlegefühl, Magenkrämpfe, Fettstuhl (Durchfall)
  • auch fettlösliche Vitamine werden teilweise unverwertet ausgeschieden
  • Allergische Reaktionen bei einer Allergie gegen Schalentiere

Orlistat

  • Magenkrämpfe, Blähungen, Fettstuhl (Durchfall)
  • auch fettlösliche Vitamine werden teilweise unverwertet ausgeschieden
  • in einigen Fällen Stuhlinkontinenz (laut Studien bei 8 Prozent)

Zu den Fettstühlen erklärt der Hersteller von Xenical: “Es obliegt dem Patienten selbst, therapiebegleitende Nebeneffekte (Fettstühle) durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten auf eine fettnormalisierte Kost positiv zu beeinflussen.”

Warnhinweis

Sowohl Präparate mit Chitosan als auch Xenical werden auch illegal vertrieben, häufig über das Internet. Die Verbraucherzentralen warnen davor, solche Mittel ohne ärztliche Verordnung zu beziehen und einzunehmen. Die Qualität nicht zugelassener Medikamente unterliegt keiner Kontrolle, die Wirkstoffe können höher oder niedriger dosiert sein als angegeben, es können außerdem Verunreinigungen vorliegen. Xenical wird auch häufig gefälscht.

Diät tips, Achim Schwarze

Achim Schwarze (* 1958) ist ein zeitgenössischer Schriftsteller. Seinen Durchbruch als Autor erreichte Schwarze mit zahlreichen, im Eichborn-Verlag erschienen Büchern und Ratgebern, die sich durch humorvolle Charakteranalysen auszeichnen. Darüber hinaus ist Schwarze auch als Künstler, Unternehmensberater und Immobilienmakler seine tätig. Er lebt abwechselnd auf seiner Zimtplantage in Sri Lanka und in Berlin.

Leben ohne diaet, Forum Leben

Forum Leben Networking e.V. ist eine christliche Organisation im Bereich der neocharismatischen Bewegung.

Sie wurde 1990 vom Treffpunkt Leben Ditzingen e.V. als Gemeindegründungsbewegung ins Leben gerufen. Später haben sich auch bestehende Gemeinden angeschlossen, die keinem der klassischen konfessionellen Freikirchen-Verbände angehören. 2006 gibt es 35 teilnehmende Gemeinden, vorwiegend in Süddeutschland.

Sie organisiert Konferenzen und Ausbildungen für Gemeindeaufbau und Leiterschaft sowie Missionsprojekte im Ausland.